Eine positive Nachricht vor Weihnachten.

Am 18.12. soll nun erst einmal nicht über eine geplante Erhöhung der Hundesteuer für Listenhunde der Kategorie 2 entschieden werden

Informationen über die weitere Entwicklung der Angelegenheit werden wir hier veröffentlichen.

In Nürnberg leben 500.000 Menschen, rund 12.000 von ihnen haben mindestens einen Hund. Wenn dieser ein Kampfhund der Kategorie II mit sogenanntem Negativzeugnis ist, muss der Halter für seinen Liebling künftig 396 Euro statt 132 Euro Hundesteuer im Jahr bezahlen.

Nürnberg: Hundesteuer für Rottweiler und Co. steigt

Kein kostenloser Ersatz für verlorengegangene Steuermarken - 10.12.2013 07:02 Uhr

NÜRNBERG - In Nürnberg leben 500.000 Menschen, rund 12.000 von ihnen haben mindestens einen Hund. Wenn dieser ein Kampfhund der Kategorie II mit sogenanntem Negativzeugnis ist, muss der Halter für seinen Liebling künftig 396 Euro statt 132 Euro Hundesteuer im Jahr bezahlen.

Auf lange Sicht möchte die Stadt Nürnberg die Zahl der Kampfhunde weiter eindämmen. Deshalb will sie jetzt die Steuer für Tiere der Kategorie II (dazu gehören Rottweiler und Bullterrier), die eine Wesensprüfung hinter sich haben, von 132 auf künftig 396 Euro erhöhen.

Auf lange Sicht möchte die Stadt Nürnberg die Zahl der Kampfhunde weiter eindämmen. Deshalb will sie jetzt die Steuer für Tiere der Kategorie II (dazu gehören Rottweiler und Bullterrier), die eine Wesensprüfung hinter sich haben, von 132 auf künftig 396 Euro erhöhen. © dpa

Zu den Kampfhunden der Kategorie II gehören nach der bayerischen Kampfhundeverordnung unter anderem Bullterrier, Rottweiler, Mastiff oder Alano. Ein Negativzeugnis stellt ein Gutachter aus, wenn seiner Ansicht nach von dem Tier keine gesteigerte Aggressivität oder Gefährlichkeit ausgeht.

Wurde dem Hund eine solches Zeugnis erteilt, musste Herrchen oder Frauchen bislang wie alle anderen auch eine Steuer von 132 Euro im Jahr bezahlen. Das sieht die entsprechende Satzung vor, die nun geändert werden soll. Am Mittwoch, 18. Dezember, entscheidet der Ältestenrat des Stadtrats darüber.

Derzeit leben in Nürnberg 215 Kampfhunde der Kategorie II, die den Aggressionstest bestanden und daher ein Negativzeugnis haben. Langfristig, heißt es in einem Bericht der Verwaltung für die Sitzung des Ältestenrates, wolle die Stadt die Zahl der Kampfhunde eindämmen – deshalb die Steuererhöhung. Sie würde der Stadt zudem ein Plus von rund 50.000 Euro einbringen.

Für Kampfhunde der Kategorie I – dazu gehören Pit-Bull oder American Staffordshire Terrier – und denen der Kategorie II ohne Negativzeugnis zahlen die Besitzer weiterhin 1056 Euro. Derzeit gibt es in Nürnberg gerade mal zwei Tiere der Kategorie I. „Wir sind da sehr streng“, sagt Robert Pollack, der stellvertretende Leiter des Ordnungsamts. „Die wenigen Tiere dieser Kategorie gehören aus anderen Bundesländern zugezogenen Bürgern. Sie hatten die Hunde schon sehr lange, sie ihnen wegzunehmen, wäre unverhältnismäßig gewesen.“